Die Höhe der TÜV Gebühren berechnet sich aus mehreren Faktoren

Haupt- und Abgasuntersuchung sind für deutsche Fahrzeughalter in regelmäßigen Abständen verpflichtend. Oft fallen zusätzliche Kosten für Reparaturen an. Prüfungsberechtigt sind neben dem TÜV noch andere Institutionen. Dass die Gebühr von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch ausfällt, stiftet zusätzliche Verwirrung. Mit welchen TÜV-Gebühren durchschnittlich zu rechnen ist, erfahren Sie auf Auto-Wissen.org.

TÜV Gebühren
TÜV Gebühren fallen an, wenn die beiden Plaketten erworben werden sollen. – © by GeorgHH commons.wikimedia.org

Ohne einen eidesstattlich versicherten Kfz-Gutachter ist jede Haupt- und Abgasuntersuchung grundsätzlich unzulässig. Er prüft Fahrzeuge beispielsweise auf Korrosion, übermäßigen Verschleiß und bewertet alle sicherheitsrelevanten Teile auf ihre Straßentauglichkeit. Denn nur eine technisch einwandfreie Funktionsweise des Fahrzeugs garantiert Ihre persönliche und die Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer. Welche TÜV Gebühren von den verschiedenen Anbietern für diesen Service verlangt werden, lässt sich über die Gebührentabellen der jeweiligen Prüfungsstellen einsehen.

TÜV Gebühren sind von der Gewichtsklasse und Fahrzeugart abhängig

Die Hauptuntersuchung gestaltet sich umso teurer, je mehr Gesamtgewicht das Fahrzeug auf die Straße bringt. Allgemein wird nach Klassen I-VI unterschieden. Für Pkw (Klasse I) müssen in den zwei südlichen Bundesländern etwa 10 Euro weniger entrichtet werden als beim TÜV Sachsen, der mehr als 60 Euro verlangt. Bei Anhängern zählt neben dem Gewicht auch der Typ (z.B. mit oder ohne Bremse). Motorräder fallen unter eine andere Fahrzeugart als Automobile. Ihre technische Abnahme ist günstiger als die eines Pkw. Es werden TÜV Gebühren von etwa 40 Euro bei einer Untersuchung berechnet. Arbeitsmaschinen fallen ebenso wie Fahrzeuge aus der Land- und Forstwirtschaft unter eine eigene Gebührenklasse, die nochmals in der jeweiligen Höchstgeschwindigkeit (40Km/h) unterteilt wird. Hier ist mit Kosten um die 35 Euro pro Untersuchung zu rechen. Um die begehrte Plakette zu erhalten, muss neben der regelmäßigen Hauptuntersuchung auch eine Abgasuntersuchung durchgeführt werden. Gebühren dafür werden separat entrichtet. In der Abgasuntersuchung werden die Abgaswerte eines Fahrzeugs auf ihre Zulässigkeit untersucht. Während bei Dieselmotoren etwa 30 EUR berechnet werden, entscheidet bei Benzinern die Art des Katalysators. Bei älteren Modellen ohne Katalysator bzw. einem U-KAT fallen Gebühren von 20 bis 30 EUR an und geregelte Katalysatoren beginnen bei 30 EUR. Die Abgasuntersuchung für Motorräder ist wiederum etwas günstiger und liegt im Bereich von 20 EUR.

TÜV Gebühren erheben auch andere Institutionen mit Prüfungsberechtigung

Exakte Preisangaben für Haupt- und Abgasuntersuchung erfragen Sie am besten dort, wo sie die TÜV-Untersuchung Ihres Fahrzeugs durchführen lassen wollen. Der technische Überwachungs-Verein TÜV mit seinen regionalen Holdings ist mittlerweile nicht mehr der Einzige, der TÜV Gebühren erheben darf. Auch die KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.), die GTÜ (Gesellschaft für technische Überwachung) und der Dekra (Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein) sind berechtigt, die umgangssprachlich noch immer nach dem TÜV benannte Plakette zu verleihen. Im Zuge des freien Wettbewerbs entstanden dann auch die Preisunterschiede von Bundesland zu Bundesland. Innerhalb einer Region variiert das Preisniveau bei den einzelnen Institutionen allerdings kaum.