Ablauf und Kosten der Reifenmontage

Die Reifenmontage gehört zu den Standardarbeiten in einer Werkstatt, denn sie ist immer dann nötig, wenn ein Reifen nicht mehr befahren werden kann. Wie eine solche Reifenmontage abläuft und welche Kosten dabei auf Sie zukommen können, erfahren Sie bei Auto-Wissen.org!

Die Reifenmontage wird immer dann nötig, wenn ein Reifen nicht mehr befahrbar ist. Dies kann der Fall sein, wenn der Reifen durch Schäden oder natürlichen Verschleiß abgenutzt ist. Auch beim Wechsel der Sommerreifen auf Winterreifen macht eine Reifenmontage nötig. Grundsätzlich kann die Profiltiefe und die Beschaffenheit Aufschluss über die Notwendigkeit der Montage der neuen Bereifung.

Die Reifenmontage wird bei Pannen durchgeführt.
Die Reifenmontage wird auf ebenem Grund und mit angezogener Handbremse durchgeführt. © bluefeeling / pixelio.de

Ablauf der Reifenmontage

Grundsätzlich gilt: Private Autobesitzer verfügen nur in den seltensten Fällen über das nötige Werkzeug und die erforderliche Erfahrung, um die Montage von Reifen selbst durchzuführen. Bei einer nicht sachgemäßen Montage kann es zu erheblichen Fehlern kommen, die während der Fahrt gefährlich werden können: Das Bremsverhalten des Autos kann sich stark verändern und der Fahrer kann im schlimmsten Fall die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren. Deshalb sollte dies immer in einer Werkstatt ausgeführt werden.

Zunächst überprüft der Mechaniker den Zustand der Reifen, wenn diese bereits am Fahrzeug vorhanden sind. Für die weiteren Arbeiten sollte die Handbremse angezogen werden und das Fahrzeug auf einem ebenen Untergrund abgestellt sein, denn im Anschluss nimmt der Fachmann das Rad vom Fahrzeug ab. Dazu wird ein Wagenheber benötigt. Danach wird der Ventileinsatz herausgeschraubt und die Reifenluft entlassen. Erst dann wird die Felge auf der Montiermaschine der Werkstatt befestigt und der Reifen mit der Hilfe eines Reifenhebers abgenommen.
Danach folgt die Reifenmontage: Nachdem der Kfz-Mechaniker die Felgen auf eventuelle Schäden geprüft hat, zieht er den Reifenschlauch mit einem Montierhebel auf das Rad. Der Reifen muss dann so positioniert werden, dass sich das Ventil an der richtigen Stelle befindet. Zuletzt werden die Reifen vollständig aufgepumpt und das Ventil geschlossen.

Viele Werkstätten wuchten die Reifen bei der Gelegenheit der Reifenmontage auch aus. Durch Abnutzungen und kleine Gewichtsschwankungen am Reifen kann es langfristig zu einem flatternden Lenkrad kommen, das vor allem bei höheren Geschwindigkeiten gefährlich werden kann. Dies wird mit dem Auswuchten vermieden.

Kosten

Die Kosten für die Reifenmontage können stark variieren, denn jede Werkstatt bestimmt den Preis hier selbst. Zudem hängt der Preis von verschiedenen Faktoren ab: Soll der Reifen auch demontiert werden oder handelt es sich um besonders empfindliche Felgen, kann der Preis etwas höher als üblich liegen. Grundsätzlich sind etwa 20 Euro pro Reifen jedoch üblich. Allerdings können hier noch Kosten für das Material sowie das Personal hinzugerechnet werden. In der Regel wird die Reifenmontage zudem mit einem Reifenwechsel kombiniert.
Insgesamt kostet die Reifenmontage aller vier Reifen rund 80 Euro. Im Idealfall werden allerdings Preisvergleiche bei verschiedenen Werkstätten angestellt, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen.

Wie erfolgt die Reifenmontage bei einer Panne?

Nicht selten wird eine Reifenmontage dann durchgeführt, wenn eine Panne vorliegt – zum Beispiel dann, wenn der Reifen durch Schrauben oder Nägel platzt, der Reifen kann jedoch auch durch ein hohes Alter den Anforderungen nicht mehr standhalten und platzen. Doch auch dann sollten Fahrer nicht in Panik verfallen oder gar den Reifen selbst wechseln – besser ist es, als Mitglied den ADAC zu rufen und das Fahrzeug abseits des Verkehrs abzustellen.