Der richtige Reifendruck bei Winterreifen

Um lange Freude an Ihren Auto- oder Motorradreifen zu haben, sollten Sie die Räder richtig pflegen. Hierzu zählt unter anderem der richtige Reifendruck – vor allem im Winter – da er auch zu Ihrer Sicherheit beiträgt! Lesen mehr Sie auf Auto-Wissen.org.

Dass man im Winter zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für sein Fahrzeug treffen muss, ist jedem Autofahrer bekannt. Doch neben Frostschutzmitteln im Fensterwischwasser und Kühlwasser sowie einer gut aufgeladenen und intakten Autobatterie sollten Sie auch an Ihre Reifen denken. Denn sobald die Witterungsverhältnisse es erfordern, es also Glatteis, Schneeglätte beziehungsweise Eis- oder Reifglätte gibt, dürfen Sie nur noch mit Winterreifen fahren. Dies gilt für Autos genauso wie für Motorräder. Es ist also ratsam, rechtzeitig die Autoreifen wechseln zu lassen. Was Sie beim Reifendruck für Winterreifen beachten müssen, lesen Sie im Folgenden.

Kontrollieren Sie bei Winterreifen den Reifendruck regelmäßig
Auch bei Winterreifen muss der Reifendruck die richtige Höhe haben. Der Druck sollte zudem regelmäßig bei kalten Reifen kontrolliert werden. © lichtkunst.73 / pixelio.de

Nach dem Wechsel: Reifendruck der Winterreifen prüfen

Sobald neue Reifen aufgezogen werden, muss vor der ersten Fahrt ihr Reifendruck überprüft werden. Wie hoch der korrekte Reifendruck bei Ihrem Fahrzeug ist, können Sie entweder der Betriebsanleitung des Autos entnehmen. Zusätzlich sollte an der Tür auf der Fahrerseite, auf der Innenseite des Tankdeckels oder der B-Säule ein Hinweis stehen.
Die Druckangabe bezieht sich dabei stets auf den kalten Reifen im teil- oder vollbeladenem Zustand.

In den meisten Fahrzeugwerkstätten ist es relativ warm. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Halle und Außentemperatur zu hoch ist, müssen Sie den Reifendruck nach dem Reifenwechsel später noch einmal nachmessen. Gegebenenfalls müssen Sie den Reifendruck Ihrer Winterreifen um 0,1 bar erhöhen, auch wenn er vorher in der Werkstatt korrekt war.

Höherer Reifendruck bei Winterreifen?

Früher war es üblich, bei M&S-Reifen sowie bei Winterreifen einen höheren Reifendruck als bei Sommerreifen zu haben. Dies ist nun nur in Gefilden notwendig, in denen die Außentemperatur stark in den Minusbereich geht. Generell können Sie etwa 0,1 bis maximal 0,2 bar über dem angegebenen Wert den Reifendruck Ihrer Winterreifen erhöhen. Zu gut sollten Sie es allerdings nicht meinen. Ein zu hoher Reifendruck kann dem Winterreifen schaden! Ist der Reifendruck nämlich zu hoch, so nutzt sich die Mitte der Lauffläche, welche auf der Fahrbahn fährt, schneller ab. Zudem gibt es eine geringe Haltfläche, was wiederum einen längeren Bremsweg und eine geringere Kurvenstabilität zur Folge hat.
Das Reserverad sollte hingegen mit 0,3-bar-Überdruck – im Vergleich zu den anderen Reifen – montiert werden.

Ein zu geringer Reifendruck in Winterreifen verringert ebenfalls den Bodenkontakt der Laufflächenmitte. Das Rad fährt sozusagen auf seinen Schultern. Die Folgen sind eine erhöhter äußerer Reifenabrieb, eine starke Erhitzung sowie eine geringere Haftfläche.

Kontrollieren Sie alle 14 Tage den Druck Ihrer Winterreifen sowie Ihr Profil. So sind Sie auf der sicheren Seite. Auch wenn Sie einen automatisches Reifendruckkontrollsystem haben, der Ihnen einen möglichen Druckabfall mitteilt, sollten Sie regelmäßig den Reifendruck überprüfen. Die Sensoren können durch den Winter geschädigt sein.

Fazit

Der Reifendruck Ihrer Winterreifen sollten Sie nach der Montage überprüfen lassen. Dieser darf teilweise bis zu 0,2 bar über dem in der Bedienungsanleitung angegebenem Wert liegen. Ein korrekter Wert spart Benzin und verkürzt den Bremsweg. Alle 14 Tage sollten Sie den Reifendruck Ihrer Winterreifen nachprüfen. Falls Sie ein automatisches Reifendruckkontrollsystem haben, sollten Sie dennoch auf eine regelmäßige manuelle Prüfung aus Sicherheitsgründen nicht verzichten. Die Sensoren können durch den Winter geschädigt sein.