Hybridmotor – Vorteile zweier Antriebe kombinieren

Mit einem Hybridmotor schonen Sie die Umwelt und auf längere Sicht gesehen auch Ihren Geldbeutel. Wie das funktioniert und welche weiteren Vorteile sich dank der Hybridtechnologie ergeben, erfahren Sie hier auf Auto-Wissen.org!

Hybridmotor
Ein Hybridmotor nutzt die Reichweite und Kraft eines Verbrennungsmotors sowie die Sparsamkeit eines Elektromotors! © Auto-Wissen.org

Ein Hybridmotor nutzt eine Kombination aus mindestens zwei Energieumwandlern und zwei Energiespeichern – Verbrennungs- und Elektromotor arbeiten zusammen. Heutzutage tragen vor allem steigende Spritpreise und strenger werdende Vorschriften zum Umweltschutz dazu bei, dass viele Hersteller ihre Hybridtechnologie weiterentwickeln. Doch eigentlich sind Hybridautos keine Neuentwicklung: Porsche entwickelte bereits 1900 ein Modell, bei welchem Generator und Benzinmotor kombiniert wurden. An diesem Ansatz wurde aber nicht weiter geforscht und Benzin- und Dieselmotoren setzten sich durch. Heute gibt es Hybridautos von vielen Herstellern, beispielsweise von BMW, Honda, Toyota, VW oder Peugeot, sowohl als Diesel-Hybrid als auch als Benziner.

Wie funktioniert ein Hybridmotor?

Ein Hybridmotor besteht im Wesentlichen neben einem Verbrennungs- und einem Elektromotor außerdem aus einer Batterie, einem Generator und einem Steuersystem. Letzteres entscheidet darüber, welcher der beiden Antriebe genutzt wird oder ob eventuell beide Motoren parallel wirken. Entscheidend dafür sind Geschwindigkeit, Beschleunigung und Fahrweise: Bei Stadtfahrten, bei denen ständiges Abbremsen und Beschleunigen die Regel ist, kommt der Elektromotor zum Einsatz. Bei Fahrten über Landstraßen oder Autobahn, wo eine gleichmäßige Fahrweise und höhere Geschwindigkeiten möglich beziehungsweise normal sind, schaltet das Steuersystem eigenständig und vom Fahrer unbemerkt auf den Verbrennungsmotor um. Bei Überholmanövern wiederum können auch beide Komponenten des Hybridmotors gleichzeitig genutzt werden, um die nötige Kraft aufzuwenden.

Ein bekannter Nachteil des Elektromotors ist seine geringe Reichweite. Dieses Problem wird von Hybridautos clever gelöst: Beim Abbremsen sowie bei Fahrten mit Gefälle wird Energie generiert, die dem Generator zugeführt wird. Dennoch gibt es zusätzlich Hybridmotoren mit der Möglichkeit, den Elektromotor auch über ein Plug-in zu laden.

Welche Vor- und Nachteile weist ein Hybridmotor auf?

Der wohl abschreckendste Aspekt an einem Hybridauto ist der hohe Preis, der mit der aufwendigeren Bauweise einhergeht. Allerdings ist dieser Punkt leicht zu relativieren, dazu im später mehr!

Der geringen Lärmemissionen sind gewissermaßen Vor- und Nachteil zugleich: Einerseits führt die nahezu geräuschlose Fahrweise des Hybridmotors dazu, dass das Auto im Straßenverkehr eventuell ungeachtet bleibt, wodurch die Unfallgefahr steigt. Andererseits trägt der Fahrer eines Hybridautos aktiv zum Lärmschutz bei!

Weitere Vorteile ergeben sich aus den Vorzügen des jeweiligen Antriebs, welche durch die wechselnde beziehungsweise parallele Nutzung entstehen. Beim Anfahren und sonstigen Beschleunigen mit Verbrennungsmotor entsteht ein hoher Schadstoffausstoß. Dieser kann beim Hybridmotor durch den Elektroantrieb um bis zu 50% gesenkt werden! Dafür dankt Ihnen nicht nur die Umwelt, sondern auch die Versicherung, die mit Ökoboni lockt. Auch der Treibstoffverbrauch kann so um die Hälfte reduziert werden. Günstige Versicherungstarife und der geringe Verbrauch führen also auf lange Sicht zu einer Kosteneinsparung.

Durch die Ergänzung des Elektromotors um einen Verbrennungsmotor sowie durch die Rückgewinnung von Bremsenergie kommt der wohl größte Vorteil letzteren Antriebs zum Vorschein: Auch die Reichweite eines Hybridautos ist sehr hoch!

Hybridmotor nachrüsten

Sowohl in Deutschland als auch im Ausland tüfteln Entwickler auch an Systemen zur Nachrüstung. Erfolge wurden auf diesem Gebiet bereits erzielt, allerdings fehlen noch diverse Zulassungen für den Hybridmotor zum Einbau bei herkömmlichen Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Weitere Informationen zum Stand der Entwicklung finden Sie in diesem Artikel.