Die Hauptuntersuchung als notwendiges Übel für Fahrzeughalter

Die Hauptuntersuchung HU dient der Überprüfung von Fahrzeugen hinsichtlich der Verkehrssicherheit. Wer führt die Hauptuntersuchung durch? Welche Fristen müssen eingehalten werden? Welche Aspekte umfasst die HU und welche Kosten kommen dabei auf Sie zu? Auf Auto-Wissen.org liefert Ihnen alle wichtigen Fakten zu diesem Thema.

Die Hauptuntersuchung  angeboten von einer TÜV-Prüfstelle
Für die Hauptuntersuchung suchen die meisten Fahrzeughalter nach wie vor eine der TÜV-Prüfstellen auf. Hier wird dann eine umfassenden Sicht-, Funktions- und Wirkungsprüfungen des Fahrzeugs vorgenommen. – © hmboo by Flickr.com

Jeder Autobesitzer kennt das Problem mit der Hauptuntersuchung und je älter ein Fahrzeug ist, umso größer wird die Nervosität der Besitzer. Denn im Rahmen dieser umgangssprachlich auch als TÜV bezeichneten Untersuchung wird über die Verkehrstauglichkeit von Fahrzeugen entschieden. Im schlimmsten Fall kann dies mit der Außerbetriebnahme des geliebten fahrbaren Untersatzes enden. Doch auch wenn viele Fahrzeugbesitzer nicht gut darauf zu sprechen sind, dient diese Untersuchung doch der Wahrung der Verkehrssicherheit. Dieses Prinzip hat sich dabei als derart nützlich erwiesen, dass die Hauptuntersuchung für Pkw, Motorrad und Lkw inzwischen auch in anderen Ländern eingeführt wurde. Es lohnt sich daher, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Durchführung der Hauptuntersuchung

Laut StVZO sind für die Hauptuntersuchung feste Fristen gesetzt, die sich je nach Fahrzeugart unterscheiden. Pkws mit einer Erstzulassung müssen demnach nach 36 Monaten zur Überprüfung. Ab der zweiten HU liegt der Rhythmus bei 24 Monaten. Taxen und Mietwagen sind sogar, aufgrund einer als stark einzuschätzenden Nutzung, alle 12 Monate zur HU vorzustellen. Wann der nächste Termin für ein Fahrzeug fällig wird, kann durch das Lesen der TÜV Plakette in Erfahrung gebracht werden. Darauf sind sowohl der entsprechende Monat als auch das Jahr vermerkt.

Die Durchführung der HU erfolgt entweder klassisch bei den technischen Überwachungsvereinen TÜV, beim Unternehmen DEKRA oder bei qualifizierten Werkstätten. Dabei findet neben der HU auch die Abgasuntersuchung AU statt. In der Vergangenheit musste diese separat durchgeführt werden, wobei heute HU und AU zusammenhängend vorgenommen werden. Dabei handelt es sich hier um reine Sicht-, Funktions- und Wirkungsprüfungen des Fahrzeugs. Dementsprechend wird dieses nicht auseinandergebaut. Neben der Analyse und Einstufung von Mängeln werden bei der HU auch Veränderungen am Fahrzeug wie sie vor allem beim Tuning vorgenommen werden, festgestellt. Entscheidet der Prüfer, dass diese die Verkehrssicherheit negativ beeinflussen, ist der Halter verpflichtet, den Ursprungszustand wiederherzustellen, um sein Fahrzeug wieder in Betrieb nehmen zu dürfen.

Mögliche Kosten für die Hauptuntersuchung

Je nach Prüfstelle können bei der Hauptuntersuchung Kosten zwischen 47€ und 57€ entstehen. Ein Preisvergleich kann sich daher lohnen. Wird das Fahrzeug aufgrund von Mängeln zu Nachuntersuchung beordert, sollte der entsprechende Zeitrahmen von 4 Wochen eingehalten werden, um keine zusätzlichen TÜV Gebühren für die Hauptuntersuchung zahlen zu müssen. Des Weiteren werden Bußgelder verhängt, wenn Sie den TÜV überziehen und dies bei einer Polizeikontrolle festgestellt wird. Neben der Geldstrafe können auch Punkte in Flensburg verhängt werden, was im schlimmsten Fall den Entzug des Führerscheins nach sich zieht. Es daher empfehlenswert alle Fristen und Termin einzuhalten, um die Kosten für den TÜV so gering wie möglich zu halten. Mehr zur HU erfahren Sie auf Auto-Wissen.org.