Bio- und Recyclingreifen – brauchbare Alternativen zum neuen Pneu?

Ökologische Gesichtspunkte haben längst auch die Reifenproduktion erreicht! Die Entwicklung von Bio- und Recyclingreifen ist zwar noch nicht am Ende, dennoch verdienen die neuen Pneus eine genauere Betrachtung!

Bio- und Recyclingreifen
Bio- und Recyclingreifen entwickeln sich zu echten Alternativen - bei LKWs gehören sie bereits zur gängigen Ausstattung! © Clearly Ambiguous by flickr

Die Zusammensetzung „herkömmlicher“ Reifen besteht bekanntermaßen hauptsächlich aus Kautschuk und damit aus einem nachwachsenden Naturprodukt – die weltweit steigende Nachfrage kann jedoch nicht mehr gedeckt werden und Autoreifen müssen zunehmend mit Hilfe von Erdöl hergestellt werden. Dies bedeutet nicht nur eine Belastung für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel: Die Reifenpreise sind in hohem Maße vom Ölpreis abhängig!
Auto-Wissen.de stellt Ihnen zwei neue Reifentypen vor, die große Veränderungen auf dem Markt bewirken könnten. Zusätzliche Informationen und bekannte Hersteller finden Sie hier!

Recyclingreifen – echte Alternative für LKWs!

Runderneuerte Reifen spielen zur Ausstattung von PKWs keine große Rolle, da sie im Vergleich zu Neureifen (noch) nicht wettbewerbsfähig sind. Bei den teuren Reifen für Lastkraftwagen sieht die Situation jedoch anders aus: Mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent sind Recyclingreifen für LKWs längst zum gängigen Standard geworden!
Die Lauffläche abgefahrener Reifen wird maschinell bearbeitet, neu aufgelegt und durch Vulkanisierung widerstandsfähig und haltbar gemacht! Die Methode der Aufarbeitung alter Reifen ist nicht nur um ein Drittel günstiger als die Herstellung eines neuen Pneus, auch der Rollwiderstand konnte dank neuer Technologien deutlich verbessert und einem Neureifen ebenbürtig gemacht werden! Insgesamt ergibt sich eine erhebliche Reduktion von CO2!

Der Bio-Reifen – weitere Forschung ist nötig!

Im Bereich der biologischen Herstellung von Reifen lassen sich zwei unterschiedliche Trends erkennen: die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen als Füllstoff (z.B. Getreidestärke) und der Einsatz von genetisch umprogrammierten Mikroben, die aus Biomasse Isopren herstellen können. Dieser dient als Ausgangsstoff für Reifengummi. Gerade letztere Methode erfordert noch einige Forschung und Entwicklung, sodass die Reifen im industriellen Maßstab produziert werden können und auch den hohen Ansprüchen zum Beispiel für Winterreifen standhalten können!